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10.12.2020
Frauen helfen Frauen!

Clubs von Soroptimist International und Zonta in Hannover spenden für Frauenhäuser / Spendenübergabe an Sozialdezernentin Dr. Andrea Hanke

 Region Hannover/Hannover. Direkte Hilfe für Frauen in Not: Am Donnerstag (10. Dezember) übergaben die Präsidentinnen der drei hannoverschen Clubs von Soroptimist International (SI) und Zonta eine Geldspende über 7000 Euro für die Frauenhäuser in der Region Hannover. „Gewalt an Frauen ist ein zentrales gesamtgesellschaftliches Thema – es ist so wichtig, immer wieder dafür zu sensibilisieren und damit beizutragen, betroffenen Frauen aus ihrer Situation herauszuhelfen“, sagte Dr. Andrea Hanke, die den Scheck stellvertretend für die Frauenhäuser entgegennahm. „Mit dieser Spende können die Frauenhäuser Ausgaben für die Frauen und ihre Kinder außer der Reihe finanzieren – gerade in Hinblick auf Weihnachten ist das eine tolle Unterstützung!“

„Bewusst machen, bekennen, bewegen“ – unter diesem Motto setzen sich die hannoverschen Clubs von Soroptimist International und Zonta mit öffentlichen Aktionen dafür ein, Gewalt an Frauen zu stoppen. Zuletzt sorgten unter anderem die von den Clubs initiierten Lichtinstallationen zum Orange Day am 25. November für große Aufmerksamkeit. Mit der Geldspende soll gewaltbetroffenen Frauen direkt und ohne Umwege geholfen werden. Der Spendenscheck geht jetzt an den Verein „Frauenhaus Hannover – Frauen helfen Frauen“, der Trägerin zweier Frauenhäuser in Hannover. Das Geld soll überwiegend für das Anfang 2020 eröffnete Frauenhaus24 eingesetzt werden.

Das Frauenhaus24 bietet sofortigen Schutz und Unterbringung für gewaltbetroffene Frauen und ihren Kindern. Die Schutzeinrichtung ist rund um die Uhr an sieben Tagen in der Woche unter der kostenlosen Telefonnummer 0800-7708077 erreichbar.

Geldspende für gewaltbetroffene Frauen: Dr. Sonja Köhler (rechts) vom SI Club Hannover, Katrin Benter (links) vom SI Club Hannover 2000 und Angela Ettl (2.v.r.) vom Club Zonta Hannover überreichten den Spendenscheck an Sozialdezernentin Dr. Andrea Hanke (2.v.l.).
Foto: Region Hannover/Leonie Gebhard

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25.11.2020

Schloss Herrenhausen
Neues Rathaus
Welfenschloss
Enercity Heizkraftwerk

ausserdem auf FaceBook zu sehen

war bis zum 10.12.2020 taeglich erleuchtet

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ZONTA setzt Zeichen gegen Gewalt an Frauen und Mädchen

Jeden dritten Tag stirbt in Deutschland eine Frau durch Partnergewalt. Weltweit ist jede dritte Frau mindestens einmal in ihrem Leben von sexualisierter Gewalt betroffen, auch in Deutschland. Seit Corona beobachten Experten und Hilfsorganisationen zudem einen deutlichen Anstieg der gemeldeten Fälle von Gewalt gegen Frauen.

Deshalb setzt der Zonta-Club Hannover auch in diesem Jahr unter dem Motto „Zonta Says NO“ wieder ein sichtbares Zeichen gegen die sexualisierte Gewalt, ihre Ursachen und Folgen. Am Freitag, 20.11.2020 hatte der Club zur orange angestrahlten Kröpcke-Uhr geladen, um ueber „Zonta says NO“ zu informieren, zu diskutieren und sich solidarisch zu zeigen. Die Corona-Sicherheitsregeln wurden dabei selbstverständlich eingehalten. „Mit der Farbe Orange sagen wir gemeinsam Nein zu Gewalt gegen Frauen und Mädchen in vielen Städten weltweit. In Zeiten von Corona ist dies umso notwendiger“, so Christine Rennekamp, Präsidentin des Zonta-Clubs Hannover. Unterstützt wurde der Club bei der Aktion an diesem Tag von den Soroptimistinnen in Hannover.

Neben den internationalen Projekten unterstützt der Zonta-Club Hannover lokal Violetta e.V. (Fachberatungsstelle für sexuell missbrauchte Mädchen und junge Frauen) sowie das Projekt TaF Sina (Teilzeitausbildung für Frauen, Soziale Integration Neue Arbeit), das jungen alleinerziehenden Frauen mit Kind die Möglichkeit bietet, eine reguläre Ausbildung in Teilzeit zu absolvieren.

Orange Leuchtzeichen sollen Aufmerksamkeit schaffen

Seit 2014 sagt Zonta mit „Zonta Says NO“ öffentlich sichtbar Nein zu Gewalt gegen Frauen und Mädchen. Im Rahmen der UN Women-Aktion „Orange the World“ machen Frauen Jahr für Jahr weltweit mit orange leuchtenden Aktionen auf das Problem und seine verheerenden Auswirkungen aufmerksam. Die Zonta International Kampagne „Zonta Says NO“ dauert bis zum 10. Dezember, dem Tag der Menschenrechte. In Hannover wird Zonta in den nächsten Tagen weitere Aktionen zu diesem Thema unterstützen.

Getragen wird „Zonta Says NO“ von 136 Zonta-Clubs in Deutschland und insgesamt rund 1.200 Zonta-Clubs in 63 Ländern quer über den Globus. Öffentliche Institutionen, Organisationen, kleine und große Unternehmen unterstützen die „Zonta Says NO“-Aktivitäten der Clubs vor Ort.

www.zontasaysno.org und www.zontasaysno.de.

Pressekontakt:
Bei Fragen und Wünschen wenden Sie sich gerne an

Christine Rennekamp
Präsidentin Zonta-Club Hannover 2020 – 2022
Tel.: 0160 / 96 61 15 75
praesidentin@zonta-hannover.de

Karin Lange
Pressesprecherin der Union deutscher Zonta-Clubs
Tel.: 0175 / 260 42 60
E-Mail: presse@zonta-union.de

 

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Codewort „Maske 19“ in Deutschland
Zonta unterstützt Notruf-Aktion für von Gewalt Betroffene

Frankreich und Spanien haben es vorgemacht. Apotheker in diesen Ländern sind angehalten, die Polizei zu rufen, wenn eine Kundin das Codewort „Maske 19“ sagt. In Zeiten von Covid 19 für viele Frauen eine lebensrettende Maßnahme. Denn in der Krise haben die Fälle von häuslicher Gewalt zugenommen. Jetzt fordert die Union deutscher Zonta Clubs die Politik auf, die Aktion Maske 19 auch in Deutschland flächendeckend zu etablieren.

Bleib zu Hause! Das ist das Mantra in der gegenwärtigen Corona-Krise. Was der Verlangsamung der Ausbreitung des Virus und dem Schutz der Gesundheit dient, hat eine verstörende Schattenseite. Schon jetzt hat der „Shut down“ weltweit zu einem Anstieg der häuslichen Gewalt geführt. Betroffen sind vor allem Frauen und Mädchen. Deutschland setzt auf das Hilfetelefon und die Bereitstellung leerstehender Hotelzimmer für Betroffene. Doch angesichts der Ausgangsbeschränkungen fehlt Hilfesuchenden oft der nötige Abstand zum gewalttätigen Partner, um sich überhaupt per Anruf bemerkbar zu machen.
Call to Action
Die Union deutscher Zonta Clubs ruft Bundesfamilienministerin Franziska Giffey und die zuständigen Länderkolleginnen und -kollegen daher dazu auf, die Aktion Maske 19 zusammen mit den Apothekerverbänden auch in Deutschland flächendeckend zu etablieren. „Paare und Familien sind aufgrund der notwendigen Ausgangsbeschränkungen rund um die Uhr zusammen, oft auf engem Raum. Viele arbeiten im Homeoffice und kümmern sich zugleich um die Schulbildung ihrer schulpflichtigen Kinder. Zudem steigen die finanziellen Zumutungen. Viele sind in Kurzarbeit, viele sind von Arbeitslosigkeit bedroht oder bereits entlassen. Das steigert Stress und kann dann zu psychischer Belastung und auch zu Gewalt führen“, weiß Birgit Mähler, Delegierte für die Union deutscher Zonta Clubs im Deutschen Frauenrat. Sie spricht dabei auch aus ihrer eigenen Berufspraxis als Familientherapeutin. „Bund und Länder müssen jetzt alle Möglichkeiten schaffen, damit sich die Frauen im Notfall Hilfe holen und in Schutz gebracht werden können“, fordert Christiane Walter, Präsidentin der Union deutscher Zonta Clubs.

Mit dieser Forderung ist das Frauennetzwerk Zonta nicht allein. Scharf hatte unlängst erst UN Generalsekretär António Guterres in New York den „schrecklichen“ Anstieg häuslicher Gewalt in der Corona-Krise verurteilt, der sich auch in Deutschland durch die steigenden Zahlen der Notrufe bemerkbar macht. Konkret verlangte er, verstärkte Hilfen im Internet für Frauen und Mädchen sowie Systeme für Notfallrufe in Apotheken und Lebensmittelgeschäften zu schaffen und Frauenhäuser zu systemrelevanten Einrichtungen zu erklären. Und auch die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina empfiehlt in ihrer der Bundesregierung vorgelegten dritten Ad-hoc-Stellungnahme zur COVID-19-Pandemie, dem Beispiel Frankreichs zu folgen und Apotheken und Supermärkte als Anlaufstellen für familiäre Notsituationen einzubeziehen.
Wenn Sie das hören: Wählen Sie den Notruf!
Zahlreiche Zonta-Clubs in Deutschland haben sich bereits mit den von ihnen unterstützen Frauenhäusern, Apotheken und Behörden vor Ort in Verbindung gesetzt, um die Umsetzung dieser Maßnahme voranzutreiben. Zudem ermutigt die Union deutscher Zonta-Clubs mit einem eindrucksvollen Radiospot potenzielle Zeuginnen und Zeugen häuslicher Gewalt, im Zweifelsfall lieber einmal zu viel den Notruf zu wählen. Pro bono für Zonta entwickelt und produziert haben ihn die Hörfunkprofis der Hamburger Kreativagentur Grabarz & Partner in Zusammenarbeit mit dem renommierten Produktionshaus Studio Funk. Der Spot wurde im November 2019 allen Radiosendern anlässlich der alljährlichen Kampagne „Zonta Says NO“ zur Beendigung der Gewalt gegen Frauen und Mädchen erstmals zur Ausstrahlung zur Verfügung gestellt. Seit 2014 beteiligt sich Zonta International unter dem Motto „Zonta Says NO“ mit weit über 1.000 Clubs in 63 Ländern an der Kampagne der Vereinten Nationen „Orange the World“.

Zonta warnt vor weltweitem Rückschritt
Mit Sorge erleben Zonta-Clubs weltweit, wie bestehende Ungerechtigkeiten zwischen den Geschlechtern durch die Corona-Pandemie noch verstärkt werden. Mit fatalen Konsequenzen für die Bewältigung der Krise und ihrer Auswirkungen. „Frauen stehen in dieser Krise in vorderster Linie. Sie leisten den Großteil der Arbeit in den sogenannten systemrelevanten Berufen – oft deutlich schlechter bezahlt als ihre männlichen Kollegen. Sie pflegen ehrenamtlich, erledigen unbezahlte Hausarbeit, unterstützen ihre schulpflichtigen Kinder zu Hause und sind dabei zugleich am häufigsten von häuslicher und sexualisierter Gewalt betroffen“, sagt Zontas internationale Präsidentin Susanne von Bassewitz. Die Umsetzung international vereinbarter Frauenrechte wie der UN-Frauenrechtskonvention CEDAW (Convention on the Elimination of All Forms of Discrimination Against Women) dürfe nicht länger blockiert werden.

Die Pressemitteilung zum Download: https://zonta-union.de/node/14356

Der Radiospot: https://zonta-union.de/sites/default/files/union2/ZsN_OTW/ZsN_OTW_2019/191118-01_Zonta_IchHabeGehoert_Funk_45.mp3?841